Ostanatolien
Vansee & Akdamar
Der größte See der Türkei — ein weites, sodablaues Binnenmeer, umringt von Vulkanen. Eine kurze Bootsfahrt führt zur Insel Akdamar mit ihrer armenischen Heilig-Kreuz-Kirche aus dem 10. Jahrhundert voller lebendiger biblischer Reliefs.
- Wo
- Van, äußerster Osten
- Beste Zeit
- Mai–Sep; Mandelblüte im April
- Anreise
- Der Flughafen Van (VAN) hat Direktflüge ab Istanbul und Ankara. Die Akdamar-Fähren legen in Gevaş ab, 45 km südwestlich der Stadt.
- Essen & Trinken
- Das Van-Frühstück: Otlu Peynir (Kräuterkäse), Kaymak mit Honig, Murtuğa und endloser Tee — dazu gegrillte Perlmugil, der Fisch des Sees.
- Tipp
- Beginnen Sie den Tag mit einem legendären Van-Frühstück — Dutzende Tellerchen mit Käse, Honig und Kaymak.
Die Geschichte
Der Vansee ist ein Binnenmeer, siebenmal so groß wie der Genfersee, sein Soda-Wasser so mineralreich, dass man Wäsche darin waschen kann — und den ganzen Sommer schwerelos darin schwimmt. An seinen Ufern stieg und fiel das eisenzeitliche Reich Urartu; die Festung Van, ihre Zitadelle aus dem 9. Jh. v. Chr., zieht sich noch heute über einen Felsrücken oberhalb der modernen Stadt, mit Keilinschriften in der Klippe.
Das Juwel des Sees ist die Insel Akdamar, wo die armenische Heilig-Kreuz-Kirche aus dem 10. Jh. ihre Bibel außen trägt: Jona und der Wal, David und Goliath, Adam und Eva — alles in Relief auf rosafarbenem Stein, vor der Kulisse des schneebedeckten Süphan. Fähren machen die 20-minütige Überfahrt den ganzen Tag. In der Stadt halten Sie Ausschau nach den berühmt flauschigen, schwimmenden Van-Katzen — ein Auge blau, eins bernsteinfarben — und widmen Sie einen ganzen Vormittag dem Van-Frühstück, einer Institution aus vierzig Tellerchen.
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