Schwarzmeerregion
Kloster Sumela
Ein im 4. Jahrhundert gegründetes griechisch-orthodoxes Kloster, das sich in eine senkrechte Felswand schmiegt, 300 Meter über einem nebligen Waldtal. Innen leuchten restaurierte Fresken, draußen die grünste Landschaft der Schwarzmeerregion.
- Wo
- Altındere-Tal, bei Trabzon
- Beste Zeit
- Mai–Okt; oft in stimmungsvollen Nebel gehüllt
- Anreise
- 45 km von Trabzon (Flughafen TZX); Touren und Dolmuş fahren täglich. Ein Shuttle übernimmt den letzten Anstieg vom Parkplatz im Tal.
- Essen & Trinken
- Schwarzmeer-Klassiker: Muhlama (Maisgrieß-Käse-Fondue), frische Sardellen in der Saison und Laz Böreği zum Dessert — mit endlosem Rize-Tee.
- Tipp
- Mit dem Bergsee Uzungöl und einer Teepause kombinieren — hier wächst der gesamte Tee der Türkei.
Die Geschichte
Der Legende nach gründeten zwei athenische Mönche, von einer Marienvision geleitet, Sumela im Jahr 386 auf einem Felsband, das kein vernünftiger Baumeister wählen würde: eine senkrechte Wand, 300 Meter über dem Altındere-Tal. Was dort über sechzehn Jahrhunderte wuchs — Kapellen, Küchen, Zellen, eine heilige Quelle, eine Bibliothek —, klebt am Fels wie ein Schwalbennest, und die Felsenkirche leuchtet mit Fresken von Propheten, Aposteln und byzantinischen Kaisern, von Malergenerationen übereinandergeschichtet.
1923 leerte sich das Kloster mit dem Bevölkerungsaustausch, doch die Restaurierung hat die Fresken zu lebhaftem Leben zurückgebracht. Die halbe Erfahrung ist die Lage: der Aufstieg durch Buchen- und Kiefernwald, Wolken, die unter den Gebäuden treiben, das Rauschen des Baches tief unten. Dies ist die grüne, feuchte, alpine Türkei — kombinieren Sie sie mit den Teeterrassen von Rize und dem Bergsee Uzungöl zu einer vollen Schwarzmeer-Runde.
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