Zentralanatolien
Konya & das Mevlâna
Das spirituelle Herz der Türkei: Hier lehrte der Sufi-Dichter Rumi im 13. Jahrhundert und ruht unter einer türkisgekachelten Kuppel. Sein Mausoleum-Museum und die hypnotische Sema-Zeremonie der tanzenden Derwische ziehen Pilger aller Glaubensrichtungen an.
- Wo
- Konya, Zentralanatolien
- Beste Zeit
- Ganzjährig; Rumi-Festival im Dezember
- Anreise
- Schnellzüge erreichen Konya in ca. 2 Std. ab Ankara und 4,5 Std. ab Istanbul; der Flughafen (KYA) hat tägliche Istanbul-Flüge.
- Essen & Trinken
- Etli Ekmek — ein Meter dünnes Fladenbrot mit gewürztem Lamm — dazu Fırın Kebabı (ofengegartes Hammelfleisch) und Okrasuppe, Konyas Hochzeitsklassiker.
- Tipp
- Eine authentische Sema-Zeremonie erleben (samstags im Mevlâna-Kulturzentrum) und Etli Ekmek probieren, Konyas meterlanges Fladenbrot.
Die Geschichte
„Komm, komm, wer immer du bist“ — die Einladung, die Dschalal ad-Din Rumi zugeschrieben wird, dem Sufi-Mystiker und Dichter des 13. Jahrhunderts, prägt seine Stadt bis heute. Konya war die Hauptstadt der Seldschuken-Sultane, als Rumis Familie auf der Flucht vor den Mongolen eintraf, und ihre schönste Architektur ist erhalten: der türkis überkuppelte Schrein, in dem er ruht, die Medresen İnce Minareli und Karatay mit sternenübersäten Fliesengewölben und die Alaeddin-Moschee auf ihrem uralten Hügel.
Rumis Anhänger gründeten den Mevlevi-Orden — die tanzenden Derwische —, deren Sema-Zeremonie Trauer in eine langsame, kreisende Meditation verwandelt. Erleben Sie eine echte am Samstagabend im Mevlâna-Kulturzentrum (es ist Gottesdienst, keine Show — nicht klatschen). Im Dezember folgt Şeb-i Arus, der Jahrestag von Rumis „Hochzeitsnacht“ mit dem Göttlichen, wenn Pilger und Poesiefreunde die Stadt füllen. Das moderne Konya ist fromm, wohlhabend und still — die Türkei in ihrer friedlichsten Form.
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